zBrush4 erschienen

Das lange Warten auf die versprochene Version 4 der erfolgreichen Grafiksoftware zBrush hat endlich ein Ende. Die neue Version war bereits im letzten Herbst angekündigt worden und dann durch das Zwischen-Update 3.5 ersetzt worden um noch mehr Zeit für die Verbesserungen des Programms zu haben.

Nun können die Künstler auf erstaunliche neue Werkzeuge wie „Shadow Box“, „Clip Brushes“ und verbesserte Subtools zurückgreifen. Ebenfalls neu ist eine Animations-Timeline, die es einerseits bestimmte Kamerapositionen für das zu editierende Objekt festzuhalten. Auf diese Weise kann man einfacher bestimmte Ansichtswinkel festlegen, die häufiger benutzt um beispielsweise schwer zugängliche Stellen des Modells in Position zu bringen. Ausserdem lassen sich mithilfe dieser Timeline dann später auch Animationen als Film berechnen. (mehr …)

Vue 8 in deutscher Sprache

Deutsche Version von VUE8

Ab sofort sind die meisten VUE-Produkte multilingual, das heisst, dass Kunden bei der Installation die gewünschte Sprache (Englisch, Deutsch, Französisch) auswählen können. Damit wird die Benutzeroberfläche in der entsprechenden Sprache installiert. Ausserdem enthält das Programmpaket eine PDF-Hilfedatei in der entsprechenden Sprache. (mehr …)

Vue 8.4 ist da

Neue Funktionen und Verbesserungen in der neuen Version von VUE 8

Cover Pioneer„e-on Software“ veröffentlichte eine neue Beta-Version der Software VUE8, die jedem registriertem Benutzer zum kostenlosen Download angeboten wird. Neben neuen Funktionen bietet das Programm auch Verbesserungen im Materialeditor und Geschwindigkeitssteigerungen. (mehr …)

Update Herbst 2009

Pünktlich zum Herbst des Jahres präsentieren uns Softwarehersteller Updates ihrer erfolgreichen Programme.

Die Hersteller sind bemüht Fehler alter Versionen auszubügeln und teilweise neue Features hinzuzufügen. Interessanterweise stehen die Preise hierbei nicht immer in Relation zu den Verbesserungen.


Seien wir ehrlich: Wenn wir eine neue Programmversion installieren erwarten wir neue Icons mit zusätzlichen Funktionen und eventuell ein moderneres Interface, zumindest jedoch, dass lange bekannte Fehler ausgemerzt wurden (und nicht noch neue hinzugekommen sind).

Hier zunächst eine kurze Übersicht über die interessantesten 3D-Programmupdates.

POSER 8

Für 129$ verkauft SmithMicro das Update zu POSER8, das zunächst durch seine modernisierte Oberfläche auffällt. Man hat sich von der grafisch ansehnlichen, aber relativ starren, alten Oberfläche gelöst und präsentiert Poser nun in Form von einzelnen Funktionsfenstern, die man einzeln ablösen kann oder zu einem Gesamtbild zusammendocken kann. Damit erinnert das Programm mehr an die Profi-Programme Maya&Co. und ist weniger verspielt.

Trotzdem braucht man auf die gewohnten Icons und Funktionsbereiche nicht zu verzichten. Besonders der neue Dateibrowser ist nun wesentlich angenehmer zu bedienen und braucht nicht mehr stundenlang beim Aufbau wenn man schon zahlreiche Objekte im Runtime-Verzeichnis gespeichert hat. Durch die eingebaute Suchfunktion findet man Figuren und Posern wesentlich einfacher als bisher.

Poser8 kommt mit 8 neuen photorealistischen Charakteren, die leider alle ein wenig „mürrisch“ wirken. Es gibt ein neues „Cross Body Part Morph Tool“, mit dem es möglich ist Morphs direkt auf andere Körperteile zu übertragen. Das Rigging-Tool wurde ebenfalls verbessert und ermöglicht es so Figuren besser zu verbiegen.

Es gibt nun auch indirekte Illumination bei der Globalen Illumination und Schatten werden nun auch realistischer berechnet.

Im Hauptfenster wurde die OpenGL-Darstellung verbessert. Bewegt man eine Figur wird erst eine Lo-Res Version der Ansicht erzeugt. Erst wenn man eine Rotation beendet hat und die Maus in Ruhe lässt wird das Bild voll gezeigt.

Der Wardrobe Wizard für die mitgelieferten Figuren erlaubt die einfache Konvertierung um Kleidungen auf andere Figuren zu übertragen.

Die Verbesserungen und Erweiterungen, insbesondere jedoch die überarbeitete Benutzeroberfläche, rechtfertigen den annehmbaren Update-Preis durchaus. Die mitgelieferten Figuren könnten ein wenig freundlicher dreinblicken, aber zur Not kann man auch auf die im mitgelieferten Contentpaket enthaltenen G2-Figuren zurückgreifen.

Das Upgrade ist bereits erhältlich. Die Vollversion kostet 249,99$

VUE 8

Voraussichtlich Ende November wird von e-onsoftware ebenfalls Version8 ihrer Landschaftssoftware VUE erhältlich sein. Zu den neuen Leistungsmerkmalen gehören hier ein neuer Landschaftsdesigner, mit dem es erstmals möglich ist Überhänge und ähnliches zu malen. Die Zeichenwerkzeuge verhalten sich ähnlich wie in zBrush. Man kann Teile eines fein zerklüfteten Terrains glätten und bestimmte Geländefeatures „aufblasen“. So sind dann auch pilzartige Felsvorsprünge realisierbar.

Ebenfalls erhält man im Funktionseditor mehr Möglichkeiten um den Displacement-Kanal zu bearbeiten. Dank des neuen Spectral3-Verfahrens werden Wolkenstrukturen erneut realistischer dargestellt. Die OpenGL-Engine wurde nochmals überarbeitet und stellt nun auch im Vorschaufenster Wolken und andere Objekte dar. Ebenso wird die Vorschau von prozeduralen Ecosystems verbessert.

Die Benutzeroberfläche selbst ist gegenüber VUE7 kaum verändert, hat jedoch ein grafisches Facelifting erhalten.

Bereits seit Version 7.5, die im Sommer erschien, hat Vue die Möglichkeit erhalten Spherische Terrains und sogar ganze Planeten zu erzeugen. Wer also immer noch mit Version7 des Programmes arbeitet sollte sich überlegen auf das in Kürze erscheinende VUE8 upzudaten.

Wer nicht so lange warten möchte kann VUE7 bereits heute auf VUE 7.5 upgraden und erhält die Version8 gratis sobald diese erscheint. Kunden, die sich für den Maintenance-Plan registriert haben können eine Pre-Release Version bereits jetzt downloaden.

Das Upgrade auf VUE7.5 kostet, je nach Vorgängerversion, zwischen 345 und 447 Euro für die xStream-Variante. (Genaue Preise bitte auf der Website von e-onsoftware nachschauen).

zBrush 3.5 (fast schon so gut wie „vier“)

Kunden von Pixologic, die dort das knapp 500 Dollar kostende Programm zBrush erwarben, haben gut lachen. Pixologic bietet die Updates seiner Programme registrierten Kunden umsonst (!) an. Wie bereits berichtet verschob sich die angekündigte Version4 des 3D-Mal- und Konstruktionsprogramms und Pixologic schob eine Interims-Version 3.5 dazwischen damit interessierte Designer bereits jetzt auf einige neue, starke Funktionen zurückgreifen konnten.

Dazu zählen die zSpheres2, die es dem Designer ermöglichen noch leichter organische, aber auch technische Objekte zu erzeugen. Mit neuem Surface Noise und Brush Noise werden Oberflächen noch realistischer, dank neuer Brushes wie Trim, Planar, Move etc. kann man noch leichter die digitale „Knetmasse“ verformen. Ein neues „Brush Depth Masking“ gibt eine noch bessere Kontrolle über den Brush auf einer Oberfläche.

Bereits in der gerade erschienenen Version 3.5 sind somit zahlreiche Verbesserungen enthalten und auch das Update auf Version4 hält einige Features bereit. Geplant ist dabei ein Plugin namens GoZ, das eine hundertprozentige Einbindung von zBrush in Anwendungen wie Maya, Cinema4D und anderen Programmen verspricht. Die Version4 soll noch im Laufe des Jahre erscheinen und wird ebenfalls kostenlos sein.

Dies sind nur drei Beispiele für den „Update Herbst 2009“ mit lohnenswerten Programmen. Wir werden die einzelnen Programme noch in anderen Artikeln vorstellen. Zum Glück kann man die meisten Updates direkt downloaden sodass der Weihnachtsmann nicht zuviel zu schleppen hat wenn die Updates auf den Wunschzetteln landen.

Neuer Kurs – Der Vue Funktionseditor

Der VUE Function Editor ist eine leistungsfähige Programmierumgebung, mit deren Hilfe es möglich ist Materialien, Landschaften, Wolken und Animationen noch wesentlich detaillierter zu manipulieren als es mit den normalen Editoren möglich ist.

Aus dem Hause Pixelraster ist heute ein neuer Kurs für VUE Infinite/xStream erschienen. „Einführung in den Function Editor“. Dieser fast dreistündige Kurs führt den interessierten Anwender in die Bedienung des vielseitigen Tools ein. In 18 Einzelkursen erfahren Sie alles über Dependencies, Input- und Output Nodes sowie den Einsatz bei der Erzeugung von Metanodes.

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Computergrafik in den Kinderschuhen

Seitdem jemand die ersten Punkte über einen Computerbildschirm wandern liess träumte man davon eines Tages fotorealistische Animationen erstellen zu können um der Kinowelt und dem Fernsehen, vordringlich aber auch den Simulationen in Forschungseinrichtungen und Miltär neues Leben einzuhauchen. Schon in den Siebziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts gelang es erste, einfache animierte Computerfilme zu erstellen und sogar Videospiele zu entwickeln, bei denen man aktiv auf die Grafiken Einfluss nehmen konnte.

Computergrafik als künstlerische Form

Auch George Lucas, der Filmemacher, der gerade dabei war die traditonelle Kinotricktechnik zu revolutionieren, träumte davon in seinem Film „Krieg der Sterne“ Computeranimationen verwenden zu können. Doch damals war die Industrie noch nicht soweit, sodass die taktischen Displays und Simulationen des Todessterns noch in Form von Zeichentricks realisiert werden mussten. Deswegen gründete Lucas 1979 eine Forschungsabteilung und sah sich nach Talenten um. Das Problem: Die meisten Programmierer waren mehr Techniker als Künstler. Und so schaute man sich auf der Siggraph 1980 nach entsprechenden Talenten um. Es dauerte nicht lange bis die ersten Ergebnisse vorlagen.

Disney setzt auf Computergrafik

Auch Disney konnte sich der Faszination der Computerästhetik nicht entziehen und produzierte bereits 1982 den legendären Film „Tron“. Damals kämpfte man mit dem Medium Computer, da es noch kaum Ausgabegeräte gab, mit denen man Grafiken für das Kino erzeugen konnte. Vieles musste akribisch auf Milimeterpapier geplant werden bevor man teure Rechnerzeiten buchen konnte. Damals gab es noch keine Maus und OpenGL-Displays um alles interaktiv zu designen. Doch auch wenn viele Szenen eher auf dem Zeichentisch als auf dem Computer entstanden war das Endergebnis phänomenal. TRON ist in die Geschichte als einer der ersten Filme eingegangen, in denen Computeranimationen verwendet wurden.

TRON damals:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=3efV2wqEjEY[/youtube]

Im Jahr 2010 kommt eine lang erwartete Fortsetzung mit Jeff Bridges in die Kinos. Auf dem diesjährigen ComicCon in San Diego wurde der erste eindrucksvolle Trailer präsentiert.

TRON heute:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=a1IpPpB3iWI[/youtube]

Animationen im Fernsehen

Nicht nur die Kinowelt profitierte von den neuen Bildern sondern auch das Fernsehen. Statt statischer Anzeigetafeln griff das Fernsehen der USA erstmals auf animierte geometrische Formen und Buchstaben zurück. Die Ergebnisse waren so verblüffend, dass sich 1984 auch die ARD entschloss ihre Senderkennung zu ändern. Die ARD-Eins setzte sich von nun ab in Form von kleinen Täfelchen aus den neun Sendern der ARD zusammen. Die Animation wurde damals von Cranston/Csuri Productions berechnet.

Begleitend dazu strahlte das Erste einen Beitrag mit dem Titel „Das Bild, das aus dem Rechner“ kam aus, in dem man den aktuellen Stand der Computergrafik präsentierte. Zu Wort kamen der Macher des neuen ARD-Animation, Charles Csuri, dessen Demoreel schon damals beeindruckend war und im Rahmen der Sendung präsentiert wurde.

Fraktale Welten

Bereits 1982, im selben Jahr als  TRON herauskam, hatte man im Kinofilm „Startrek 2 – Der Zorn des Khan“ einen computeranimierten Flug über den Genesis-Planeten gesehen, der viele Menschen beeindruckte.

Verantwortlich für diese Sequenz war ein Entwickler von Boeing namens Loren Carpenter, der seine Freizeit darauf verwendete die fraktalen Algorithmen der Mandelbrotmenge auf die Umsetzung in Form von Computergrafiken zu erforschen. Als er hörte, dass George Lucas 1979 Leute für sein Forschungsprojekt suchte bewarb er sich und erstellte einen Demofilm, der nun das erste Mal öffentlich im Netz zu sehen ist.

{vimeo}5810737{/vimeo}

Dieser erste Film, der auf fraktaler Geometrie beruhte, wurde auf der Siggraph 1980 zum ersten Mal gezeigt. Er hoffte das Interesse von Ed Catmull und Alvy Ray Smith zu erwecken, die ihn auch vom Fleck weg engagierten. Carpenter ist heute noch immer der Chefentwickler von PIXAR, einer der führenden Firmen für computeranimierte Filme.

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