Das Jahr neigt sich dem Ende, Zeit für neue Programmversionen. Und so veröffentlicht auch Magix die aktualisierte Ausgabe des erfolgreichen Programms MusicMaker, mit dem ambitionierte Musikenthusiasten ihre eigenen Pophits "schnitzen" können. Im Baukastensystem werden Soundloops oder Midiclips zusammengesetzt und im Handumdrehen zu tanzbaren Popsongs zusammengesetzt. Wir haben uns die aktuelle Version "Magix Music-Maker 2015 Premium" einmal angesehen.

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Neue Töne braucht das Land

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Urban Drums - Drumloops auf Tastendruck

Um es gleich vorweg zu nehmen. Wer eine Vorversion besitzt muss nicht unbedingt updaten, denn wesentliche Neuheiten gibt es  beim eigentlichen Programm nicht. Allerdings wird man in der neuen Version mit zahlreichen neuen Klangerweiterungen belohnt, die einen Umstieg sicherlich auch für Besitzer älterer Versionen  reizen könnten.

Gerade für Fans von elektronischer Musik, die ja gerade mit "Clean Bandit" wieder große Erfolge feiert, steht ein neuer analoger Synthesizer bereit, mit dem man die typischen 80er-Jahre Sounds erzeugen kann. Auch werden wieder ein paar Gigabytes an Soundloops mitgeliefert, die Techno, Rock, MovieScore, Reggae, House, Metal etc. abdecken. Vier davon sind Premium-Pakete. Bei der Registrierung des Produktes darf man sich nochmal 1000 Sounds herunterladen. Die Schnittstelle zur Magix-eigenen Vermarktungsplattform "Catooh" macht es möglich.

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World Flutes - Panflöten, Blockflöten und mehr

Wer mehr sphärische Naturklänge bevorzugt wird sich über das neue Instrument "Celtic Harp" und den Flötensimulator "World Flutes" freuen. Hier sind Klangteppiche im Enya-Stil sehr einfach möglich. Schließlich gibt es auch noch "Urban Drums" mit modernen Rhythmusinstrumenten.

Sehr interessant ist der Vita-Sampler. Nehmen Sie Töne auf und zerlegen Sie diese in Einzelsamples, die Sie dann auf die Tasten des Samplers legen. Nun können Sie entweder Musik neu abmischen oder aber auch Zitate von Menschen sinnentfremden. Zwar soll man damit eigentlich Musik machen, aber nun kann man auch Stefan Raabs "Nippelboard" simulieren um auf Knopfdruck Einspieler parat zu haben.

Schließlich gibt es nun auch noch VocalTune2 im Programmpaket. Wenn man sich mal in der Tonhöhe vergreift kann man mit VocalTune2 die Stimme (oder das Instrument) auf die richtige Note bringen. Oder man simuliert gleich eine ganze Melodie wie damals Cher im Song "Believe".

Zum Lieferumfang von "Magix MusicMaker 2015" gehört zur Zeit auch die einfache Version von "Magix Music Studio 2015" im Wert von knapp 50 Euro. Damit lassen sich vor allem Sounds aufnehmen und editieren. Funktionen, die in MusicMaker nicht integriert sind. Allerdings erhält man dadurch auch noch ein weiteres virtuelles Instrument, ElectricPiano.

Benutzeroberfläche

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Das oben angezeigte Arrangement wird zu diesem Soundfile:

Das Programm "Magix Music Maker 2015 Premium" selbst ist, wie gehabt, eine Art akustischer Legokasten. Man hat ein Hauptspurenfenster, in dem man entweder Midispuren (für die virtuellen Instrumente) arrangiert oder Tonschleifen aus dem Soundloops-Reservoir zusammensetzt. Die mitgelieferten Loops sind zwar nach Themen sortiert, aber man kann natürlich auch Loops aus anderen Musikrichtungen beliebig mit im eigenen Song mischen. Melodische Soundloops liegen meistens in verschiedenen Tonstufen vor. Standardmäßig sind die Vorhöreinstellungen auf a-moll eingestellt, was auch als "6.Stufe" angezeigt wird. Man kann aber auch andere Tonhöhen wählen. Für jede Tonstufe stehen entsprechende Samples zur Verfügung, inklusive der Gesangssamples in einigen Musikrichtungen. Die Tonstufe wird auch im Hauptfenster jeweils oben angezeigt und ermöglichen damit einen guten Überblick wenn man andere Tonspuren mit entsprechenden Samples ausstatten will.

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So entsteht nach und nach ein eigenes Werk, dessen Individualität umso höher ist, je mehr eigene Midi-Loops programmiert werden. Wer sich auf die Samples verlässt kann sich noch weitere Soundpakete über den eingebundenen Catooh-Shop herunterladen. Das Begrüßungspaket, das man sich nach der Registrierung herunterladen darf, erweitert die eigene Datenbank um 1000 Sounds aus verschiedenen Kategorien. Inzwischen bietet Magix in seinem Shop aber auch bereits 21 kommerzielle Soundpakete an, mit denen man den MusicMaker erweitern kann (Die sollte man am besten auf einer externen Festplatte speichern, da mehrere Gigabyte an Daten anfallen).

Vita_Sampler_650Die Eingabe von Midi-Noten erfolgt entweder per Maus oder man kann die Melodien direkt über eine eingeblendete Tastatur einspielen, die sogar anschlagdynamisch ist. Wer also auf berührungsempfindlichen Bildschirmen arbeitet, z.B. auf einem Tablet-PC, kann die Notenlautstärke durch die Stärke des Anschlags festlegen. Alternativ verarbeitet die Software natürlich auch die Eingabe über ein extern über USB angeschlossenes Musikkeyboard, wie es auch bei MAGIX erhältlich ist.

Hat man nach einiger Zeit seinen Wunschhit fertig, sollte man den Song als normale Sounddatei abspeichern. Es stehen einige Formate zur Verfügung (Wav, Mp3, Ogg-Vorbis, FLAC, Aiff, WMA) und man kann seine Audiodateien auch direkt in das Magix-Album, aber auch auf Facebook, YouTube oder SoundCloud bereitstellen. Selbstverständlich lassen sich auch eigene CDs brennen und per mitgeliefertem Druckprogramm auch die entsprechenden Booklets designen.

Kostenlose App für Mobiltelefone und Tablets

Seit kurzem bietet Magix für mobile Windows und Android-Geräte auch eine kostenlose App an, mit der man unterwegs Einfälle eintippen kann. Diese lassen sich dann direkt in den MusicMaker importieren und dort weiterbearbeiten. So ist der Kreativität auch außerhalb der eigenen vier Wände keine Grenze gesetzt. Auf der Magix-Website gibt es hierzu ein paar Hörbeispiele: MAGIX

Was uns auffiel:

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Masstering Suite 4 - zum ausklappen

Magix_InstrumenteDie Benutzeroberfläche der Software ist funktional gut gegliedert und auch die Fenster der Masteringsuite wurden überarbeitet. So ist das Masteringpanel zunächst eingeklappt und bietet nur eine automatisierte Funktion an. Will man mehr manuelle Einstellungen vornehmen kann man die anderen Racks ebenfalls ausklappen und dann den finalen Klang den eigenen Wünschen anpassen. Für die meisten Fälle sollten allerdings die Presets der "Automastering"-Einstellungen ausreichen. Ebenfalls angenehm ist nun die Darstellung der VST-Synthesizer in den Spureneinstellungen. Miniaturbildchen lassen die einzelnen Klangerzeuger übersichtlicher erscheinen.

Die Klangqualität der Vita-Synthesizer ist natürlich über jeden Zweifel erhaben. Gerade die WorldFlutes machen wirklich viel Spaß. Aber auch der analoge Synthesizer, der optisch zunächst sehr unscheinbar wirkt. Doch die zahlreichen Voreinstellungen lassen ein gutes 80erJahre-Feeling rüberkommen. Assoziationen zu Giorgio Moroder, Vangelis, Kitaro und anderen Synthesizer-Spezialisten sind nicht von der Hand zu weisen. Da momentan die Gruppe "CleanBandit" auch auf solche Sounds setzt findet man im analogen Synthesizer einen mächtigen Verbündeten um Songs im Elektropop-Stil zu kreiren.

Auf den Spuren von "Clean Bandit" - Vocals aus dem Magix-Soundpool.

Fazit:

MusicMaker_250Das Programm ist nach wie vor ruhigen Gewissens zu empfehlen, da es für den ambitionierten Hobbymusiker eine gute Möglichkeit ist seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Besonders die mitgelieferten Midi-Instrumente lassen kaum noch Wünsche offen. Der erweiterbare Soundpool bietet einige interessante Tonschnipsel, mit denen man relativ einfach hochwertige Popsongs komponieren kann. Die Eingabe über die "richtige" Klaviatur macht Spaß und so kommt man ziehmlich schnell zu einem vorzeigbarem Ergebnis.

Man sollte aber schon einen etwas leistungsfähigen Rechner besitzen.Auf unserem Testrechner fror das Programm ab und zu ein, was aber scheinbar am Bildschirmscrolling lag.

Magix Music Maker 2015 Premium
Benutzeroberflächewww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Sehr übersichtlich. Manchmal werden jedoch die Abspielelemente verdeckt.
Soundwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Eindrucksvolle Soundloops und tolle Vita-Instrumente. Erweiterbar mit VST-Instrumenten und Effekten
Soundausgabewww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.comwww.dyerware.com
Viele Exportformate. Anbindung an youTube, Soundcloud und Magix Alben
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Nach wie vor die erste Wahl wenn man auf einfache Weise hochwertige Popsongs kreiren will. Die Erweiterbarkeit mit VST-Instrumenten ermöglicht ein unerschöpfliches Potential für neue Klänge und Effekte

GoldAward

LINKS:

http://www.magix.com/de/music-maker/premium/

Die APPS im bei Googleplay und im Windows-Store

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