Urlaub vorbei? Viele Filme gedreht? Jetzt geht es an die Nachvertonung. Wenn man selbst die Musik dazu gestalten will bietet sich „Magix Music Maker MX“ an. Dank „MX“ kann das Musikprogramm seine Daten mit anderen Produkten teilen.

Auch dieses Jahr wurde das erfolgreiche Programm neu aufgelegt und verbessert. Wir haben bereits in unserem Artikel über die Vorversion die besonderen Vorzüge des Programmes berichtet. (ARTIKEL über MusicMaker17)

Music Maker profitiert von der Tatsache, dass Magix 2011 die Firme „Yellow Tools“ gekauft hat, einen Lieferanten für hochwertige Musiksamples aus allen Bereichen. Sämtliche Samples und Midiloops wurden überarbeitet und klingen nun deutlich besser.

Auf der mitgelieferten DVD der Premiumversion befinden sich circa 3500 Sounds und Loops. Weitere 2000 können nach der Registrierung von der Onlinemediathek bei Catooh.com heruntergeladen werden. Auf Wunsch lässt sich die Auswahl der Sounds im Catooh-Shop noch erweitern oder man erwirbt eine Soundpool-DVD von Magix. Die neueste Ausgabe 18 ist soeben erschienen.

Am Bedienprinzip hat sich nichts geändert: Entweder man nutzt die Loops aus dem Soundpool oder man erstellt eigene Melodien mit dem Midi-Editor und den hervorragenden Synthesizern. Neben den schon bekannten Klangerzeugern „Revolta 2“ und „Vita“ stehen bei der neuen Premium-Version „MX“ auch realistische Klangerzeuger namens „Century Guitars“ und „Electric Bass“ zur Verfügung. Hiermit kann man sehr authentische Gitarrensounds und Basslinien per Midispur erzeugen. Diese lassen sich über die Effekt-Filter später dann auch mit Vintage-Effekten, Wah-wah etc. ausstatten.

Ebenfalls neu ist die „Drum-Engine“, mit der sich sehr realistische Schlagzeugbegleitungen erstellen lassen. Die einzelnen Schlagzeugelemente werden über die Midi-Spur angesteuert. Über einen Instrumenteneditor kann man verschiedene Schlagzeugsets von „Minimaldrums“ bis hin zu „Electrodrums“ und „Technodrums“ einstellen.

Für die Hauptmelodien gibt es einen weiteren, neuen Klangerzeuger namens „Lead Synth“, der wunderbar die analogen Sounds klassischer Synthesizer wie Moogs simulieren kann. Wer also gerne auf den Spuren von Giorgio Moroder oder Harold Faltermeyer wandeln möchte findet hier den richtigen „Axel F“-Sound. Natürlich kann man über den Instrumenteneditor auch hier an Filterbänken schrauben um eigene Klänge zu kreiren, die nicht auf Samples sondern auf reinen Sägezahn, Rechteck oder Sinuswellen basieren. Im Instrumenteneditor lassen sich einige Presets aufrufen, für die es eine kleine Demo gibt, indem man den Abspielknopf neben dem Instrumentennamen anklickt.

Schließlich gibt es noch den neuen „Loop Designer“, der dazu gedacht ist vorhandene Musik in kleine Bereiche zu zerlegen, die man dann als Loops weiterverwerten kann. So lässt sich aus einem Song beispielsweise ein Rhythmuspattern oder ein einzelnes Instrument extrahieren um dieses dann für eigene Songkreationen zu verwenden. Wer gerne weitere Klangerzeuger nutzen möchte kann  zusätzliche VST-Instrumente einbinden, die es als kostenlose oder kommerzielle Plugins im Internet gibt.

Das MX im MusicMaker

Warum heisst das Programm jetzt „Music Maker MX“ und wird nicht einfach weiter durchnummeriert? Das „MX“ steht für „Media X-Change“ und signalisiert damit, dass künftig alle Magix-Produkte direkt miteinander kommunizieren können. Damit ist es beispielsweise möglich Musikprojekte aus dem „Music Maker“ direkt in das „Magix Videostudio“ zu übernehmen. Ebenso ist es mögliche, direkt aus dem Programm heraus, die Musik auf eine Internetplatform zu laden. Magix ermöglicht den direkten Upload auf youtube, Soundcloud und mit der neuen Version auch als Musikvideo auf Facebook. Darüber hinaus kann man die Songs natürlich auch in das „Magix online Album“ laden, das dem User bei der Registrierung zur Verfügung gestellt wird.

Weitere Informationen zu Media-X-change  bei Magix-Produkiten finden Sie bei Magix unter http://www.magix.com/de/mx/

Programmversionen

Wie schon in den letzten Jahren gibt es das Programm „MAGIX Music Maker MX“ in verschiedenen Versionen.  Die Standardversion (59,95 €)ist vom Funktionsumfang etwas eingeschränkt. So stehen nur 64 Midispuren zur Verfügung, die Zahl der Samples ist beschränkt und die beiden Gitarren-Klangerzeuger fehlen. Man sollte lieber zur Premiumversion (99,95 €) greifen, da erfahrungsgemäß schnell der Wunsch nach mehr Funktionen aufkommt. Dann hat das Programm auch 96 Midispuren, eine gute Masteringsuite und weitere Klangerzeuger. Auch das Abmischen im 5.1 Surroundsound ist dann im Preis inbegriffen.

Wer Musik gerne über ein richtiges Tastenkeyboard einspielen möchte kann sich auch für das Paket inclusive USB-Midikeyboard (159,95 €) entscheiden. Dann kann man mit 49 Pianotasten nach Herzenslust jammen oder Melodien für die Midispuren einspielen.

Wie schon bei der Vorgängerversion 17 macht es Spaß mit „MusicMaker MX“ zu arbeiten. Dabei ist es egal, ob man seine Songs aus den Loops des Soundpools oder per Midi-Synthesizer selbst komplett komponiert. Es lässt sich ausserdem alles beliebig kombinieren. Für ganz Faule gibt es noch den „Songmaker“, der auf Knopfdruck aus dem Soundpools selbst Lieder zusammenstellt. Für den schnellen Soundtrack zwischendurch lassen sich so ganz einfach komplette Songs basteln. Nicht immer klingt das gleich hitverdächtig, aber man kann ja jederzeit alle Elemente editieren.

Fazit:

Beim ersten Start bemerkt man nicht sofort die Verbesserungen, da sich diese mehr auf die Klangqualität konzentrieren. Das neue MX-System wird sich natürlich erst dann sinnvoll einsetzen lassen wenn Magix auch seine anderen Programme mit dieser Funktionalität ausstattet. Das VideoStudioMX steht hierfür bereits in den Startlöchern sodass man die erzeugte Musik direkt als Soundtrack an die Videos übergeben kann. Wir werden dieses Feature noch einmal extra testen.

Deutlich ist die gestiegene Qualität der Samples. Auch wenn man auf einige Klangerzeuger aus der letzten Version verzichten muss (z.B. CenturyKeys), so kann man diese mit den mitgelieferten Sounds sehr gut ersetzen. Die neuen Gitarren-Instrumente sind wirklich hörenswert, ganz besonders in Verbindung mit den Effekten des mitgelieferten „Vandal SE“ Moduls.

„MAGIX MusicMaker MX“  ist nach wie vor ein empfehlenswertes Tool für Alle, die loopbasiert oder per Midi Musik aufnehmen wollen. Die Software läuft stabiler und lädt die Arrangements teilweise wesentlich schneller als die Vorversion. So macht es Spaß eigene Musik zu kreieren.

Soundbeispiele

Hier sind ein paar Soundbeispiele, die größtenteils mit MusicMaker entstanden sind. „Heart On Fire“ ist der erste Titel, der mit MusicMaker MX komponiert wurde. Sie finden allerdings weiter unten auch symphonische Beispiele z.B. „Dark Energy“. Dieser Titel nutzt die Soundloops verschiedener Soundpool CDs. Der Titel „Exploring From Above“ hingegen setzt komplett auf eine Midikomposition mit den mitgelieferten Vita-Instrumenten (Komponist Robert Madsen).


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[div class=“notice“ class2=“typo-icon“]Ein Tipp zum Abschluss:

Um an die zusätzlichen 2000 Sounds zu kommen muss die Software natürlich registriert sein. Klicken Sie auf den „Catooh“-Button auf der Benutzeroberfläche. Sie sollten nun bei Catooh einen Aktionsbutton sehen, der Sie zu den Extrasounds leitet. Lassen Sie sich nicht durch den angezeigten Preis für die Sounds irritieren! Auf der Papierhülle ihrer „MusicMaker“-DVD befindet sich eine Zahlenkolonne, die Sie als Gutscheincode im Warenkorb eingeben können. Daraufhin reduziert sich der Preis auf Null und Sie können die Sounds kostenlos herunterladen und in den MusicMaker integrieren lassen.[/div]



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