Professionelle Soundbearbeitung und Musikproduktion per Midi, das ist die Stärke von „Musicstudio Samplitude 2013“ von Magix. Wie jedes Jahr bietet Magix wieder eine neue Version des Erfolgsprogrammes an und feiert gleichzeitig Jubiläum.  Wir haben uns die neue Version angesehen und zeigen, wie man das Bonusmaterial installiert.

Zugegeben, wer schon eine ältere Version von Musicstudio besitzt muss nicht zwangsläufig updaten, da schon das Vorprogramm sehr leistungsfähig ist. Doch dieses Jahr gibt es einige Verbesserungen bei den Midi-Instrumenten und der Mastering-Suite, die das Abmischen einer CD weiter erleichtern.

Packungsinhalt

In der kleinen Box findet man, neben der Programm-DVD, auch zwei Bonus-DVDs anlässlich des 20jährigen Jubiläums von Magix. Insgesamt 12 Gigabyte an Sounds aus der „Independence Basic Sound Library“ von Yellowtools stehen bereit, um in eigenen Projekten Verwendung zu finden. Wie man die Installation bewerkstelligt erzählen wir am Ende dieses Artikels.

Eine gedruckte Anleitung zur Installation des Hauptprogramms runden das Paket ab. Die Programmdokumentation ist nur innerhalb des Programms aufrufbar. Hier finden wir auch eine pdf-Datei, die man sich am Bildschirm anschauen kann oder auch ausdrucken kann.

Was ist neu?

Das Programm selbst ist nun in der Lage Sampleraten von bis zu 96 kHz statt bisher 48. Wer viel mit Multispurprojekten arbeitet wird sich freuen, dass das Programm nun bis zu 128 Spuren anlegen kann. So sind Spurverdoppelungen und Hilfsspuren möglich.

Vita-Solo Instruments

Dem Programm liegen nun vier Vita Solo-Instruments bei. Mit „Rock-Drums“ lassen sich sehr ausdrucksvolle Drums erzeugen und in ihren Klangeigenschaften verändern. Das neue „String Ensemble“ klingt wesentlich realistischer als bisher. Mit der „Bass-Machine“ erzeugt man typische Bassklänge und kann die nach herzenslust tweaken. Schließlich gibt es noch „World Percussion“, mit Schlaginstrumenten, die sehr organisch das Feeling von Karibik  aufkommen lassen.
Der Sampleplayer wurde jetzt auf Version „Vita2“ upgedatet und beinhaltet eine neue Tube-Distortion und weitere Instrumente.

Gitarrenspieler werden sich über das Stimmgerät freuen und auch die essentialFX Plugins wurden in den Funktionen und im Erscheinungsbild verbessert.

Schließlich sollte die neue MasteringSuite4 nicht unerwähnt bleiben. Das Rack dient dazu die Endabmischung eines Titels zu erleichtern. In sechs Frequenzbändern lassen sich die Töne modulieren bis sie den gewünschten Klang für das Endprodukt erzielen. Man kann die einzelnen Komponenten separat zu- oder abschalten und erhält schließlich ein  sendefähiges Produkt.

Die Bedienung von „Magix Musicstudio“ hat sich, gegenüber der Vorversion, nicht geändert. Wenn man von einer Vorversion umsteigt sollte man jedoch daran denken, dass einige Vita-Instrumente in alten Arrangements vom Programm nicht gefunden werden. Daher ist es ratsam das alte Programm zunächst nicht zu deinstallieren und die Vita-Instrumente aus dem alten Programmverzeichnis in das neue zu kopieren. Hier wäre es eventuell angebracht, ob Magix hierfür nicht ein Tool bereitstellen könnte oder während der Installation checkt, ob eine Vorversion mit entsprechenden Synthesizern existiert und vorhandene Projekte, Plugins und Instrumente in die neue Installation rettet.

Das Bonusprogramm:

Wie bereits erwähnt, gibt es dieses Jahr zwei DVDs mit 12 GByte Sounds als Bonus. Wer auf diese zugreifen will sollte in seinen Programmoptionen ein Verzeichnis für die VST-Plugins festlegen – am Besten auf eine große, freie Partition. Die Installation der Samples erfolgt dann über die Spuransicht im „Musicstudio“. Man klickt auf eine Spur und auf den kleinen Pfeil, der das Kontextmenü zur Auswahl der Instrumente aufruft.

Über den Menüpunkt „Midi“ kommt man in die Aufstellung der enthaltenen Instrumente. Ein Menüpunkt heißt: „Neues Instrument“. Hier kann man jetzt „MAGIX:Independence“ aufrufen. Da aber noch nichts installiert ist wird man gefragt, ob man die Library installieren möchte. Mit ausreichend viel Platz auf der Partition kann man sich dann nach gefühlten 20 Tassen Kaffee über zahlreiche Samples freuen, mit denen man seine Songs erweitern kann.

Interessant sind dabei auch Sample-Sequenzen. Wenn auf dem eingeblendeten Keyboard die Tasten weiß sind, dann werden Einzelinstrumente gespielt. Sind sie grau, dann erfolgt keine Tonausgabe. Die bunten Tasten jedoch erzeugen einen Rhythmus-Pattern, der sich sehr schön auf der eigenen Midi-Tonspur macht. Einfach eine lange Note bei C2 einfügen und schon spielt das Pattern…..

Da kann man laaaaannnge experimentieren und Groovepatterns für seine eigenen Werke finden. Insgesamt macht die Independence Library doch sehr viel Spaß. Allerdings hätte man der Packung gerne einen Zettel beilegen können um herauszufinden, wie man die Samples installiert.

Für wen ist die neue Version geeignet?

Natürlich im ersten Moment für Neukäufer, die sich ein leistungsfähiges Audiobearbeitungsprogramm wünschen und auch Midi-Musik machen wollen. Wir haben bereits letztes Jahr die Vorzüge für Einzelinterpreten, Bands und Studios vorgestellt. Wer die unmittelbare Vorversion besitzt wird vielleicht nicht unbedingt gleich zur neuen Version greifen müssen. Wer aber eine Version übersprungen hat, für den lohnt sich das Upgrade auf jeden Fall. Die neuen Vita-Instrumente und das 12GByte Bonuspaket sind für den Midi-Komponisten sehr nützlich. Wer noch mehr will kann auf der Website von Magix zahlreiche weitere Sample-Pakete erwerben.

Das Programm „Magix Musicstudio Samplitude 2013“ ist ab sofort für 99,99 Euro bei Magix erhältlich. Eine kleinere Version ist bereits ab 49,99 Euro verfügbar.

Weitere Informationen, Infofilme etc. finden Sie direkt bei MAGIX. Beachten Sie auch unseren Artikel, in dem wir bereits über Musicstudio berichtet haben.

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