Wie jedes Jahr aktualisiert Magix auch 2011 die Produktfamilie rund um Multimedia und stellt mit dem Kürzel MX das Austauschen von Medien in den Vordergrund der Verbesserungen. "Media X-change" nennt sich das Verfahren, mit dem das Videostudio und der Musicmaker zusammenwachsen sollen. Wir haben uns das einmal genauer angesehen.
Das Programm "Magix Video deluxe" ist seit Jahren ein Begriff in der Fangemeinde für leichten Videoschnitt. Dieses Programm noch wesentlich zu verbessern scheint, auch angesichts der zahlreichen gewonnenen Preise, kaum noch möglich zu sein. Im letzten Jahr wurde die 3D-Fähigkeit hinzugefügt, diesesmal steht der Austausch von Daten im Vordergrund.

Videodeluxe Arbeitsoberfläche

Was ist neu?

"Videodeluxe" ist wieder in einer Standard- einer Plus und einer Premiumversion erhältlich. Alle Versionen laden nun Projekte schneller und verfügen über eine neue, dynamische Zeitlupenfunktionen,  bei der verlangsamten Filmen Zwischenbilder hinzugerechnet werden und sich dadurch ein flüssigerer Effekt bei Zeitlupen ergibt.

Neue Reiseroutenanimation

Die Vorschaubilder im Medienpool lassen sich nun über die Lupe in beliebigen Stufen verkleinern und vergrössern. Sie können nun auch Teile anderer Projekte in das aktuelle Videoprojekt übernehmen. Ein neuer Export-Assistent übernimmt nun auch den Export auf SD-Karten. Schließlich hat Magix auch der Grundversion neue Menüvorlagen für die DVD und BlueRay-Produktion spendiert.

Reiseroutenanimation

Wer zu der Plus bzw. Premiumversion von "Videodeluxe" greift erhält zusätzlich eine verbesserte Reiseroutenanimation und eine beschleunigte Effektvorschau. Man kann nun sämtliche Übergangseffekte im Vorwege berechnen lassen um damit Rechenleistung zu sparen. So ist auch das Abspielen eines Videoprojektes mit vielen Effekten mit etwas schwächeren Computern leichter. Die Überblendungseffekte sind nun teilweise auch mit Sound versehen.

Filmtrailer leichtgemacht

15 Kinoreife Vorlagen für Trailer

Als besonderen Clou erhält der Premium-Besitzer noch eine Reihe von Filmvorlagen, mit denen man interessante, kinoreife Trailer erstellen kann. Die Vorlagen beinhalten Themen von Action bis Dokumentation. Schon beim Start der Software kann man sich aus dem Startmenü eine Vorlage auswählen. Es erscheint die einfache Szenenübersicht, in denen es bereits Titel mit animierten Hintergründen gibt. Platzhalter informieren darüber, was für einen Filmschnipsel man dann dort platzieren soll. So entsteht im Baukastenprinzip eine Filmvorschau auf kommende Attraktionen, die man selbstverständlich individuell anpassen kann.

Beispieltrailer

Ein kleines Praxisbeispiel

Doch schauen wir uns einmal ein kleines Demoprojekt an, um die Austauschfähigkeit der Programme zu testen. Das MX in der Produktbezeichnung steht für "Media X-change" und signalisiert, dass man im "Bereitstellen" Menü das aktuelle Projekt entweder an Videoplatformen im Internet, auf Datenträger oder an eine andere Software übergeben kann.

Zum Beginn benötigen wir einen Film, den wir vertonen wollen.  Leider ist es nicht möglich aus einem langen Film nur ein Segment zur Vertonung zu übergeben.  Im eigentlich sehr umfangreichen Handbuch gibt es keine Hinweise auf den Menüpunkt "Bereitstellen -> Film nachvertonen". Es sieht also so aus, als ob man erst das fertig geschnittene Video zum Vertonen bereitstellen soll. Doch klappt das auch?

Auf unserem Testrechner wurden automatisch nur knapp sechs Minuten Film nach AVI umgewandelt, obwohl das Video eigentlich  länger war. Auch die Bereichsmarker konnten den zu vertonenden Bereich nicht eingrenzen.  Da man aber wohl kaum einen sechzigminütigen Film mit nur einer Musik unterlegt, kann man das wohl durchaus nachvollziehen. Wünschenswert wäre  eine Funktion, bei der man den zu vertonenden Ausschnitt mit Markern festlegen kann um so mehrere Songs für die Untermalung erzeugen zu können. Möglicherweise wird eine solche Funktion per Online-Update nachgeliefert.

Datenimport nach Musicmaker

Doch genug gemeckert. Nehmen wir also einfach ein kurzes Video, zum Beispiel eine Reiseroutenanimation, und legen hier eigene Musik drunter. Was passiert also, wenn man die Funktion "Bereitstellen -> Film nachvertonen" anwählt?

Im Untermenü wird die von "Videodeluxe" erkannte kompatible Software angezeigt. Bei uns ist das "Musicmaker MX", den wir natürlich auch anwählen. Daraufhin wird unser Film in das AVI-Format exportiert. Es öffnet sich nun "Magix MusicMaker MX", in dem das Video und seine Tonspur eingefügt wird.

Nun kann man Musik aus dem Soundpool oder eigene Musik mit den Synthesizern erzeugen bis die Songs zu dem Video passen. In einem Videovorschaufenster kann man sich zur Kontrolle das Bild anschauen. Ist die Musik fertig wählt man im "MusicMaker" wieder "Bereitstellen -> Als Hintergrundmusik einfügen". Die Software erzeugt nun eine Audiodatei und fügt diese dann automatisch in Videodeluxe als neue Tonspur hinzu. Auf diese Weise kann man das eigene Video individuell vertonen während die Programme gewissermaßen Hand in Hand arbeiten. Man sollte in seinem Rechner allerdings viel Arbeitsspeicher haben, da immerhin zwei speicherhungrige Programme gleichzeitig geöffnet werden.

Vertonte Datei in Videodeluxe

Erhältliche Versionen

"Magix Videodeluxe MX" ist in drei Versionen erhältlich. In der Standardversion ( € 69,99) erhält man das Grundprogramm mit vielen Programmfeatures. Auf Reiseroutenanimation und andere Details muss man hier jedoch verzichten. In der Plus-Version ( € 99,99) gibt es dann neben der vollen 3D-Unterstützung auch Videobearbeitung auf bis zu 99 Spuren, Smartrendering für AVCHD-Projekte und auch Nachvertonung in Dolby Digital 5.1.

Wer die Premium-Version ( € 129,99) gekauft hat darf sich noch über ein paar Bonus-Dreingaben freuen: Mit "Red Giant Magic Bullet Quick Looks" erzeugen Sie mit ein paar Mausklicks die Lichtstimmungen, die Sie vielleicht schon häufig in Kinofilmen gesehen haben. Mit "NewBlueFX Light Blends" sind interessante Überblendungseffekte mit Lichtern möglich. Schließlich stehen mit proDADs "Vitascene 2" noch 100 weitere Vorlagen für Effekte und Überblendungen zur Verfügung. Alleine diese Plugins sind schon ein paar hundert Euro wert.

Fazit

Das Programm "Magix Video deluxe MX" besticht weiterhin durch seine unglaubliche Vielfalt an Funktionen und ist nicht umsonst das meistverkaufte Schnittprogramm. Mit der neuen MX-Funktion ist der Datentausch mit anderen Magix-Programmen möglich, aber auch die Bereitstellung auf Video Plattformen wie "youTube" oder "Facebook". Hat man seine Daten einmal eingegeben reicht ein Mausklick auf den Menüpunkt "Bereitstellen", ein paar Angaben zum Video und "VideoDeluxe" überspielt die Datei ins Internet. Ebenso einfach ist die Ausgabe auf Datenträger oder externe Geräte. Wer auf AVCHD Kameras exportieren möchte kann, die richtige Grafikkarte vorausgesetzt, mit bis zu 3facher Geschwindigkeit die Videos samt Effekten ausgeben.

Wer Videos schneiden will kommt um "Magix Video deluxe MX" heutzutage nicht herum.

Für weitere Details über die Videoschnittsoftware können Sie auch unseren Artikel über "Magix Video Deluxe 17"  lesen, der noch andere Aspekte des Programms behandelt.



MAGIX Software für Foto, Video & Musikbearbeitung

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